„Aus der Ferne diesen Wunsch:

… Glückliche Sterne und guten Punsch!“

Diesen Satz von Theodor Fontane schicke ich immer wieder gerne zum Jahreswechsel in die Welt; kurz und knapp symbolisiert er vieles, was mich Ende Dezember regelmäßig bewegt. Familie und Freunde, nicht alle kann man in dieser Zeit besuchen, doch ist es eine gute Gelegenheit, Glück zu wünschen und mit einem Glas Punsch auf die Zukunft anzustoßen.

Dieser Wunsch hängt nun auch wieder für eine Weile im Aushang des Cafés, denn nach unserem kleinen Intermezzo über die Feiertage schließen wir das Café zum Jahreswechsel und sind am Samstag, 13. Januar wieder da, dann wieder wie gewohnt dienstags und mittwochs sowie an den Wochenenden zu den üblichen Öffnungszeiten.

Eine kleine Neuerung wird es geben: wir nehmen unser herzhaftes Angebot wieder ins Sortiment, künftig wird es heißen: „Dienstag ist Quiche-Tag„. Ein Stück Quiche mit Gemüse der Saison, vielleicht auch mal mit Speck; überbacken mit Feta oder Mozzarella, dazu eine kleine Salatbeilage.

Der Veranstaltungskalender für 2024 ist bereits gut gefüllt, nachfolgend die Termine fürs erste Halbjahr. Details wie immer kurz vor der jeweiligen Veranstaltung, Reservierungen für jedes Event sind selbstverständlich ab sofort möglich:

Mittwoch, 7. Februar, 19.00h: „Katastrophen!“ Hans-Jürgen Lenhart liest Hermann Harry Schmitz; Eintritt: 10€

Eine Kaffeemaschine, die ohne vorheriges Studium der Bedienungsanleitung zu einem Flug ins All führt oder wie der Kauf einer Bluse ein Riesenwarenhaus zum Einsturz bringt. Keiner beherrscht bis heute das Spiel der Übertreibungen ins Groteske so gut wie Hermann Harry Schmitz. 1880 in Düsseldorf geboren, starb der gefeierte Humorist mit 33 Jahren durch Selbstmord. Auch das grotesk. Auch seine Figuren überleben selten seine Geschichten, und trotzdem sind sie zum Brüllen komisch. Meisterhaft ist der spiralförmige Aufbau seiner Texte, die aus alltäglichen Kleinigkeiten eine radikale, surreale Katastrophe oft gigantischen Ausmaßes entstehen lassen. Er spottet darin oft über bürgerliche Rituale, Technikfetischismus oder sich selbst hemmende Organisationsstrukturen. Insofern hat er nichts an Aktualität verloren.

Hans-Jürgen Lenhart tritt seit 1990 mit literarisch-kabarettistischen Programmen auf. Er war schon mehrfach zu Gast im Steinauer Literaturcafé.

Mittwoch, 28. Februar, 19.00h: Lesung mit Stefan Behrens; Eintritt: 5€

Stephan Behrens, Jahrgang 1966, ist Wortmaler und leidenschaftlicher Reisender. Er hat ein tiefes Interesse an den Menschen, denen er auf seinen Reisen begegnet und immer eine gepackte Kulturtasche bereit. 1966 in Hamburg geboren ist er nordic by nature.

Bilder, Gerüche, Farben, Geschmäcker, Geräusche, Menschen, Bewegungen und mehr prasseln auf den aufmerksamen Reisenden ein. Als Ausländer im Ausland nehmen wir wahr, was wir zu Hause oft übersehen. All das will bedacht, sortiert und verarbeitet, als Szenen und Geschichten beschrieben und den Lieben daheim mitgeteilt werden. So entstanden die „Briefe aus der Ferne“ über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren und aus mehr als 60 Ländern.

Mittwoch, 20. März, 19.00h: Spanischer Abend mit dem Duo Selva Negra; Eintritt: 12€

Selva Negra waren bereits im Februar 2022 bei uns zu Gast, wer dabei war, erinnert sich an einen wunderbaren Abend mit exotischen Klängen aus Gitarre und Percussion, die nach Spanien und Südamerika entführten.

Mittwoch, 10. April, 19.00h: Lesung mit Gabriele Engelbert; Eintritt: 5€

Gabriele Engelbert, die uns häufig bei Veranstaltungen beehrt und darüber in der KN berichtet, stellt ihren autobiographisch geprägten Roman „Magdalenas Mosaik“ vor, der das Leben ihrer Großmutter beschreibt. Nach Aufzeichnungen und Familienkorrespondenz hat sie eine spannende Geschichte rekonstruiert.

Mittwoch, 15. Mai, 19.00h: Musikalischer Abend mit Uta Desch und Klaus Staab; Eintritt: 12€

Uta Desch ist immer ein Erlebnis, ob solo mit ihrer Ukulele, oder im Duo. Im Sommer hatte ich das Glück, sie und Klaus Staab auf der Bad Orber Waldbühne zu hören – lasst euch verzaubern von den Songs der beiden, an Ukulele (Uta) und Klavier (Klaus).

Mittwoch, 12. Juni, 19.00h: Lesung mit Gisela Pabel-Rüger; Eintritt: 10€

Gisela Pabel-Rüger liest über Mascha Kaléko, berühmt geworden Ende der zwanziger Jahre mit ihren Alltagsgedichten aus der Großstadt Berlin. Ihr literarisches Werk spiegelt sehr deutlich ihr persönliches Erleben von Heimatlosigkeit und Vertreibung, ist aber auch immer gekennzeichnet durch ein humorvolles, ironisches Augenzwinkern in der Tradition Heinrich Heines. Die Biographie der Dichterin wird dabei ergänzt durch zahlreiche Gedichte, der Termin liegt nicht von ungefähr im Juni, Zitat:

„Anstatt der üblichen Statistik gönnt der Autorin etwas Mystik!
Die ganz privaten Lebensdaten wird euch ihr Grabstein einst verraten.
Doch mögt ihr, wollt ihr sie beschenken, am siebten Juni an sie denken.“

Alle Veranstaltungen laufen weiterhin unter dem Vorbehalt eines möglichen Eigentümerwechsels; wie Ihr wisst, suchen wir ja noch immer einen Käufer für unser kleines Schmuckstück. Wir halten Euch auf dem laufenden und wünschen nun, im Sinne der Überschrift, glückliche Sterne im nächsten Jahr und natürlich auch in allen weiteren!

Herzlichst

Kirsten Ranft & Hans-Ulrich Werchner-Ranft

Kleine Pause

Liebe Freunde des Literaturcafés,

wie angekündigt, machen wir ab Montag, 4. Dezember eine kleine Pause bis Heiligabend. Am 2. und 3. Dezember ist Weihnachtsmarkt in Steinau, an diesem ersten Adventswochenende haben wir noch für euch geöffnet und ein umfangreiches Sortiment unserer beliebtesten Kuchen und Torten vorbereitet. 

„Zwischen den Jahren“ öffnen wir an beiden Weihnachtsfeiertagen sowie am Mittwoch, 27. Dezember. Dafür nehmen wir gerne Reservierungen entgegen, am besten per Mail, da wir den Anrufbeantworter im Café nur unregelmäßig abhören werden.

Ende Dezember werden wir euch dann ganz genau informieren, wann es im Januar weitergeht, dann folgt auch das Veranstaltungsprogramm für 2024, das, soviel sei schon verraten, wieder sehr vielfältig wird und bereits Termine bis Mitte September vorsieht. Die letzten Abstimmungen müssen jedoch noch vorgenommen werden, deshalb bitten wir um Geduld bis zum Jahreswechsel.

2023 war ein Jahr mit vielen Facetten, mit Höhen und Tiefen, mit unvergesslichen Momenten und zahlreichen liebenswerten Begegnungen. Wir haben es sehr genossen, intensiv erlebt, und wir danken euch allen sehr herzlich für eure Treue und die Bereitschaft, euch immer wieder auf unsere Experimente, vor allem an der Kuchentheke, einzulassen.

Allen Gästen, Künstlern, Freunden des Literaturcafés und aller Welt wünschen wir eine genussreiche Adventszeit und frohe Weihnachten.

Zum Jahresende

Mittwoch, 15. November 2023, 19.00h

Wir beschließen unser Veranstaltungsjahr mit einem kleinen Highlight: JOHNA besucht uns und wird für uns singen und musizieren. Sie ist Singer und Songwriter aus Köln und stellt ihr Album „Postkarten“ vor. Auf dem Albumcover sitzt sie auf einem wunderschönen alten Sofa, das direkt aus unserem Salon stammen könnte, und wir sind schon sehr gespannt auf das, was uns erwartet. Auf ihrer Homepage johna-music.de könnt ihr euch vorab einen Eindruck verschaffen und dann am besten gleich bei uns reservieren. Der Eintritt kostet 12 Euro.

Damit geht ein weiteres aufregendes Jahr im Literaturcafé zu Ende, denn im Dezember werden wir wieder eine kreative Pause einlegen. Die vergangenen Monate haben uns viel Kraft gekostet, der Chef häufig krank, wie ihr wisst, aber wir haben auch soviel Freude erfahren, soviel Zuspruch, soviele Menschen getroffen, die uns und unser Café schätzen und lieben, so wie wir es tun. Deshalb machen wir natürlich weiter, gleichzeitig hoffend, dass sich ein Käufer findet, der unsere Arbeit fortsetzen will und vielleicht etwas noch viel Schöneres gestalten wird als wir das jemals könnten.

Wir halten euch aber auf dem Laufenden, haben viele neue Ideen für 2024 und auch schon eine lange Liste von Künstlern, die ab Februar wieder bei uns auftreten werden. Dazu mehr im Januar. Jetzt freuen wir uns darauf, euch noch bis Ende November zu bewirten, und vor allem freuen wir uns auf JOHNA. Danke allen Besuchern für ihre Treue und ihre Geduld, wenn es mal wieder drunter und drüber ging bei uns!

Programmänderung im September

Liebe Freunde des Literaturcafés,

vergangenen Samstag erreichte mich eine schlimme Nachricht: Dedl, Gitarrist vom Duo Nordic Sunset, das uns am 13. September besuchen und im Lesungsraum auftreten wollte, hat sich beim Sturz von einer Leiter den Arm gebrochen. Auftrittsverbot für mehrere Monate, die ganze Tournee abgesagt, ein Alptraum für einen Musiker. Unsere besten Wünsche für eine baldige Genesung gehen an ihn und seine Partnerin Gela, der Auftritt wird nun nicht wie geplant stattfinden.

Wir haben uns aber um Ersatz bemüht und können uns auf ein anderes Highlight in unserem Veranstaltungskalender freuen: eine Woche später, am Mittwoch, 20. September, 19.00h, wird Christian Alix seinen Chansonabend nachholen, der im Februar krankheitsbedingt ausgefallen war.

Christian Alix ist ein Wanderer zwischen zwei Welten. Geboren in der Nähe von Paris, lebt er seit langem in Frankfurt und singt Chansons in seiner Muttersprache, aber auch auf deutsch. Er war im Februar 2020 schon einmal bei uns, jetzt ist er zurück mit neuen Liedern und verspricht einen wunderbar französischen Abend. Begleitet wird er auf der Gitarre von seinem SAMU.

Eintritt: 12 Euro

Gerne weisen wir außerdem noch einmal auf den im Oktober anstehenden Termin hin:

Am Mittwoch, 18. Oktober ab 19.30h sind bereits zum dritten Mal die Tabutanten (Christine Holzer und Simone Schmitt) mit ihrem Improvisationstheater zu Gast. Wir werden immer wieder gefragt, was man sich darunter vorstellen mag, und immer wieder lautet die Antwort: schwer zu sagen. Lasst euch überraschen! Die beiden werfen Fragen in den Raum, sammeln die Antworten und basteln daraus aus dem Stand kleine Stücke, die euch zum Lachen bringen und nachdenklich machen. Aber keine Angst: niemand muss auf die Bühne!

Eintritt: 12 Euro

Herzlichst,

Kirsten Ranft & Hans-Ulrich Werchner-Ranft

„Happiness is a piece of cake“

Kleine Pause und andere Neuigkeiten

Liebe Freunde des Literaturcafés,

am Dienstag, 22. August und Mittwoch, 23. August bleibt das Café aus familiären Gründen geschlossen. Wir sind am Samstag, 26. August wieder für Euch da!

Der September beginnt dann gleich mit einem neuen Event, den Ihr in den Kalender eintragen solltet: Barbara Grimm eröffnet ihre Ausstellung „Wilde Frauen und zahme Tiere“ in unseren Räumlichkeiten, die bis zum 1. Oktober laufen wird und dann jederzeit besichtigt werden kann. Am Samstag, 2. September findet ab 16.00h die musikalisch von Barbara Hintz (Gesang) und Natalia Schmerfeld (Klavier) begleitete Ausstellungseröffnung statt, zu der jede und jeder herzlich eingeladen ist.

Acrylbilder, Aquarelle und Tuschearbeiten, passend zu den beiden Themenkomplexen, werden in unserem Veranstaltungsraum Wilhelm zu sehen sein; wer sich vorab informieren möchte: hier geht’s zur Homepage der Künstlerin.

Für die Veranstaltung mit Nordic Sunset am 13. September, 19.00h, auf die wir bereits im letzten Newsletter hingewiesen haben, sind noch Plätze frei, der Eintritt kostet 5 Euro, und wir freuen uns auf zahlreiche Gäste! Zum Reinhören könnt Ihr diesem Link folgen: https://nordic-sunset.de/kostproben/

Genießt den Sommer, der endlich zurückgekehrt ist!

Und es geht weiter…

… mit uns und mit dem Literaturcafé! In den letzten Wochen wurden wir immer wieder gefragt, ob und wann wir schließen. Hier die ganz und gar offizielle Antwort: wir schließen nicht. Wir suchen einen Käufer, und solange wir keinen gefunden haben, machen wir natürlich weiter, sowohl mit dem Café als auch mit den Veranstaltungen!

Zum Beispiel am kommenden Samstag mit Mon Mari et Moi. Dieser Chansonabend ist restlos ausgebucht, und es gibt auch schon eine Warteliste, deshalb können wir im Moment leider keine weiteren Reservierungen dafür annehmen. Wer bereits gebucht hat und absehen kann, dass er es nicht schaffen wird – bitte kurz Bescheid geben, die Gäste „in Wartestellung“ werden es euch danken! Wetterabhängig planen wir weiterhin für die Terrasse, es wird jedoch sehr frisch, also zieht euch warm an! Bei Regen wechseln wir selbstverständlich in den Lesungsraum.

Danach geht es weiter mit einer Ausstellung unter dem Titel „Wilde Frauen – und zahme Tiere„. Barbara Grimm aus Freudenberg wird ihre Acryl- und Aquarellkunst vorstellen, die Bilder hängen von Ende August bis Anfang Oktober in unserem Veranstaltungsraum „Wilhelm“. Eine Art inoffizielle Vernissage veranstaltet sie gemeinsam mit Barbara Hintz am Samstag, 2. September ab 16.00h in unserem Lesugsraum „Jacob“, der Eintritt ist frei, und es wird musiziert. Wir freuen uns auf zahlreiche Neugierige!

Am Mittwoch, 13. September ab 19.00h tritt das Duo Nordic Sunset, bestehend aus Gela Kühl und Dedl Klemmt, bei uns auf. Sie bieten ein lebensfrohes, musikalisches Kleinkunstprogramm, das abwechslungsreicher nicht sein kann und vor allem die Herzen berührt. Verschiedene Gitarren kombiniert mit Klarinette, Flöte, Saxofon, Akkordeon, Djembe und einigem mehr sowie viel Gesang lassen immer wieder unterschiedliche Klangfarben entstehen. Der spannende Mix aus den mannigfaltigen Stilrichtungen verspricht erfrischenden Hörgenuss. Ob Folk, Klassik, Klezmer oder Pop-Evergreens oder vor allem die skandinavische Liedkultur auf Schwedisch oder Samisch oder von den Färöer-Inseln oder fetzige Songs aus „Plattdeutschland“ oder dem Rest der nördlichen Hemisphäre, Gela und Dedl lassen sich musikalisch in keine Schublade stecken und überraschen immer wieder aufs Neue.

Eintritt: 5 Euro, außerdem lassen Nordic Sunset den Hut herumgehen!

Am Mittwoch, 18. Oktober ab 19.30h sind wiederum die Tabutanten (Christine Holzer und Simone Schmitt) mit ihrem Improvisationstheater zu Gast. Wir werden immer wieder gefragt, was man sich darunter vorstellen mag, und immer wieder lautet die Antwort: schwer zu sagen. Lasst euch überraschen! Die beiden werfen Fragen in den Raum, sammeln die Antworten und basteln daraus aus dem Stand kleine Stücke, die euch zum Lachen bringen und nachdenklich machen. Aber keine Angst: niemand muss auf die Bühne!

Eintritt: 12 Euro

Gerne nehmen wir für diese beiden Abende schon Reservierungen entgegen. Wie es danach weitergeht, lassen wir euch rechtzeitig wissen.

Übrigens: auch am Märchensonntag sind wir da…

Sommer im Literaturcafé

Liebe Freunde des Literaturcafés,

bevor wir in eigener Sache berichten, möchten wir auf die drei nächsten Veranstaltungen hinweisen, die uns im Juli und August erwarten. Wir freuen uns schon jetzt auf zahlreiche Anmeldungen, schriftlich oder telefonisch!

Samstag, 1. Juli, 19.00h

Lesung mit Marion Feldhausen, begleitet auf der Gitarre von Eckhard Sievers, Eintritt: 10 Euro

Frau Feldhausen liest aus ihrem Roman „Friedensengel„. Nach einem illegalen Waffendeal mit Kolumbien hat sich das angeschlagene Karlsbacher Rüstungsunternehmen Brenner & Söhne wieder erholt. Doch bald macht sich erneut Unruhe breit, der Produktionsleiter wird vermisst.

Zur gleichen Zeit trägt der Journalist David van Treek in Kolumbien Material gegen General Rojas Giraldo zusammen. Unter Lebensgefahr katalogisiert er Hinweise zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die er dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag zur Verfügung stellen will. Nicht nur der General, auch die Rüstungsfirma Brenner & Söhne setzen sich auf van Treeks Spur, die Ereignisse überschlagen sich mit tödlichen Konsequenzen.

Wir freuen uns auf den zweiten Besuch von Frau Feldhausen, die auch diesmal auf der akustischen Gitarre begleitet wird von Eckhard Siebers.

Mittwoch, 19. Juli, 19.00h

Ein musikalischer Abend mit Oliver Jaeger, Eintritt: 12 Euro

Spanische Musik und Rockmusik begeisterten Oliver Jaeger als Jugendlichen für die Gitarre. Ausgebildet an der klassischen Gitarre, war er zuerst Mitglied im Deutschen Gitarrenensemble. Danach vertiefte er sich in das Spiel der Flamenco-Gitarre bei Guido Duclos und Rainer Dehn („Flamenco-Rubio“). Seit 2011 macht er mit einem Soloprogramm auf sich aufmerksam, in dem er seit 2016 auch das Bandoneon oder die Symphonetta präsentiert.

Samstag, 5. August, 19.30h

Chansonabend mit Mon Mari et Moi, Eintritt: 12 Euro

Der Höhepunkt eines jeden Veranstaltungsjahres seit 2020: Mon Mari et Moi, das wunderbare Duo aus Kaiserslautern, feiern mit uns den fünften Geburtstag des Cafés. Wer sie noch nicht gesehen hat, sollte diese Gelegenheit nutzen und sich möglichst bald anmelden, denn es sind schon viele Plätze vergeben.

Die Wahrscheinlichkeit, sich nach einem MON MARI ET MOI-Konzertbesuch besser zu fühlen als vorher, ist hoch.Und das, obwohl Shakti (Gesang, manchmal auch Pianica und Autoharp) & Mathias Paqué (Gitarre und andere Effekthaschereien) echt keine Heile-Welt-Lieder spielen. Sie singen auch nicht über das, was man sowieso schon in den Nachrichten gehört hat. Ihre Songs sind ein kleines Schlupfloch aus dem Alltag. Deutschsprachige, eigenwillige Lieder, die durch wundersame Geschichten zusammengehalten werden. Geschichten von rosaroten Brillen, Gute-Laune-Verbreitern, Mädchen mit Provinzohrringen, Schokoladeneis oder Tanzflächenrandsitzern.

Soweit zu den Sommerevents, auf die wir uns sehr freuen. Das andere große Thema, das bereits die Runde macht, ist unser Entschluss, das Literaturcafé zu verkaufen. Wir haben zehn Jahre lang unseren Traum gelebt: fünf Jahre Vorbereitung mit Umbau und Neugestaltung der Alten Apotheke; fünf Jahre eine eigene kleine Gastronomie, die sich wieder Erwarten schnell etabliert hat und heute für viele aus Steinau gar nicht mehr wegzudenken ist. Trotzdem sind wir ja in dieser Zeit nicht jünger geworden, und vor allem der Chef ist nicht mehr so belastbar wie damals, als er sich mit allem Elan in die Renovierung gestürzt hat. Wir würden uns über einen Käufer freuen, der das Literaturcafé weiter betreiben will, eigene Ideen einbringt und damit etwas Neues und Einzigartiges aufbaut. Bis es soweit ist, machen wir weiter wie gewohnt und freuen uns auf Euren Besuch!

Herzliche Grüße

Kirsten Ranft & Hans-Ulrich Werchner-Ranft

Der Mai ist gekommen…

… und auch der Chef kommt wieder. Am 3. Mai beendet er seine Rehabilitationsmaßnahme und wird am 6. Mai wohl wieder im Café helfen können. Es geht alles noch langsam, aber wir freuen uns sehr, dass alles gut überstanden ist.

Veranstaltungshinweis:

Die nächste Lesung steht an und ist bereits sehr gut gebucht, daher am besten schnell reservieren, es sind nur noch wenige Plätze frei:

Mittwoch, 24. Mai, Beginn: 19.00h
Eintritt: 10€

Florian Knöppler liest aus seinem Roman „Kronsnest

Das Dorf und der kleine elterliche Hof in der Elbmarsch sind seine ganze Welt: Der empfindsame Hannes leidet unter seinem gewalttätigen, unberechenbaren Vater und den Schikanen in der Schule. Zuflucht findet er allein in der Natur und in seinen Büchern. Doch Hannes beginnt sich zu wehren und unversehens gerät er dabei in die politischen Spannungen der Dorfgemeinschaft. Dabei will er doch eigentlich nur eines – die geheimnisvolle Mara für sich gewinnen, die so ganz anders ist als all die jungen Frauen im Dorf. Ein anderes Leben, denkt Hannes, ein anderes Leben muss doch möglich sein.

Jürgen Deppe vom NDR Kultur schrieb dazu bei der Vorstellung des Buches der Woche: „Ein faszinierendes Sittengemälde des bäuerlichen Lebens im Schleswig-Holstein der Zeit zwischen Erstem und Zweitem Weltkrieg.“

​In eigener Sache:

Im Mai und im Juni stehen wieder einige Feiertage an, und wie im vergangenen Jahr werden wir das Café jeweils am Feiertag öffnen und am Dienstag und Mittwoch derselben Woche pausieren. Dies gilt für

  • den gestrigen 1. Mai, deshalb ist heute und morgen geschlossen
  • Christi Himmelfahrt (18. Mai)
  • Pfingstmontag (29. Mai)
  • Fronleichnam (8. Juni)

Veranstaltungshinweis:

Am Mittwoch, 14. Juni, 19.00h haben wir Alexander Jacobi von der Musikschule Jacobi in Schlüchtern zu Gast; er veranstaltet einen musikalischen Abend mit dem Titel : „Klavier trifft Stimme – von Klassik bis Pop“ mit Isabell Scheunert und Lena Steffan (Gesang) und Alexander Jacobi (Klavier). Der Eintritt kostet 12€, für Schüler und Studenten reduziert auf 8€. Auch hierfür nehmen wir gerne schon Reservierungen entgegen.

Wir bedanken uns noch einmal sehr herzlich für all den Zuspruch, die Geduld und Hilfsbereitschaft in den vergangenen sechs Wochen!

Zum Frühlingsanfang

Liebe Freunde des Literaturcafés,

wie bereits im letzten Newsletter avisiert, wird mein Mann sich am 24. März einer Herzoperation unterziehen; am Wochenende darauf (25. und 26. März) bleibt das Café deshalb geschlossen. Wie es danach weitergeht, werde ich hoffentlich bald berichten können; da ich euch jedoch nicht laufend mit kleinen Updates per Newsletter belästigen möchte, empfehle ich vor einem Besuch jeweils einen kurzen Anruf im Café; der Anrufbeantworter wird immer den neuesten Stand übermitteln. Ich gehe aber davon aus, dass das Café am 28. und 29. März zu den üblichen Zeiten geöffnet sein wird.

Der nächste Veranstaltungstermin ist Mittwoch, 26. April, dann liest Franz Schiffer aus seinem Werk „Der Kaplan, der um Jimi Hendrix trauerte“, in dem er Anekdoten aus der frühen Zeit der Rockmusik gesammelt hat. Wir freuen uns auf einen unterhaltsamen, eventuell musikalisch untermalten Abend; die Lesung beginnt um 19.00h und kostet 8 Euro.

Wir freuen uns darauf, wenn wir zu Ostern hoffentlich endlich die Terrasse öffnen können und mit neuen Kräften gemeinsam mit euch den Sommer genießen können!

Herzlichst,

Kirsten Ranft

Chansonabend am 22. Februar entfällt

Liebe Freunde des Literaturcafés,

der für morgen, 22. Februar 2023 geplante Chansonabend muss leider entfallen. Christian Alix, der mit „Vivre en Chansons“ in unser Veranstaltungsjahr starten wollte, ist erkrankt und kann deshalb nicht auftreten. Wir werden einen neuen Termin suchen und ihn hier rechtzeitig bekanntgeben.

Daneben möchten wir gleich auf die nächste Veranstaltung hinweisen:

Mittwoch, 15. März, 19.00h

Das Unmögliche wollen“ – Astrid Hohlbein liest aus ihrer Biografie über Franziska zu Reventlow

„O, wäre ich frei, diese Unfreiheit ist so furchtbar drückend und tötet alles, was man in sich hat.“

‚Heidnische Heilige‘, ‚Madonna mit dem Kinde‘ oder einfach ‚die Münchner Gräfin‘ wurde Franziska zu Reventlow genannt, die vor allem durch ihr unkonventionelles Leben in der Enge des Kaiserreichs bekannt wurde. Eine Malerin wäre sie gerne geworden, als Symbolfigur der Münchner Bohème wurde sie gefeiert, als Geliebte und Mutter hat sie sich verwirklicht und ist heute zu einem Sinnbild der sexuellen Befreiung geworden. Wegen ihrer prekären finanziellen Lage floh sie aus München und ging in Ascona eine Scheinehe ein. Als der erhoffte Geldsegen ausblieb, bekannte sie sich schließlich zu ihrer Schriftstellerei. Heute erzählen ihre feinsinnigen Romane und Novellen sowie Briefe und Tagebücher vom Leben dieser außergewöhnlichen Frau.

Zur Autorin: Astrid Hohlbein wurde 1966 in Hanau geboren. Ihr Studium der Germanistik, Sozialpsychologie und Älteren Skandinavistik an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main schloss sie mit dem Magister Artium und einer Magisterarbeit über Franziska zu Reventlow ab. Auch nach ihrem Studium beschäftigte sie sich mit der „Münchner Gräfin“ und ergänzte das Material in den folgenden Jahren zu einer Biografie.

Der Eintritt kostet 8 Euro. Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen und einen unterhaltsamen Abend!

Zugleich noch ein Hinweis in eigener Sache: Die nächsten Wochen werden recht turbulent, da der Chef sich einer größeren Herzoperation unterziehen muss. Wir werden womöglich hier und da kurzfristig das Café schließen müssen, in jedem Fall verzichten wir aber in dieser Zeit auf unsere herzhafte Alternative zu unseren Kuchen, denn dafür ist Hilfe aus der Küche unverzichtbar, und diese wird voraussichtlich nicht immer zur Verfügung stehen. Wir bitten dafür um Verständnis!

Herzliche Grüße

Kirsten Ranft